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Friedenswort "befreit - verbunden - engagiert"

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Aus diesem Anlass hat die Vollversammlung der Gemeinschaft der Evangelischen Kirchen in Europa (GEKE) bei ihrer Vollversammlung in Basel am 16. September 2018 ein Friedenswort verabschiedet.
Damit haben sich die evangelischen Kirchen in Europa erstmals auf eine gemeinsame Stellungnahme bezüglich des Ersten Weltkriegs geeinigt.
Die Delegierten der Mitgliedskirchen (für die EKHN waren dies Pfarrerin Susanne Bei der Wieden und OKR Detlev Knoche) bitten, dass dieses Friedenswort in den Gemeinden bekannt gemacht wird.
Durch Anklicken finden Sie den Wortlaut des Friedenswortes und eine Presseerklärung, die das umfangreiche Friedenswort zusammenfasst.
Ebenso finden Sie die Einleitung des Abschlussdokumentes von Basel – eine gute Zusammenfassung der Ergebnisse der Vollversammlung.
Wenn Sie an weiteren Informationen und an den Dokumenten selbst interessiert sind, finden Sie diese zum Download unter folgender Adresse:
cpce-assembly.eu/dokumente/  

Als Steward auf der Konferenz evangelischer Kirchen in Europa in Novi Sad Ein Erlebnisbericht

Ein Bericht von Lisa Menzel aus der Evangelischen Jugend im Dekanat Rodgau
Lisa Menzel war vom 31. Mai bis zum 6. Juni 2018 auf der Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen in Novi Sad/ Serbien.
Das Thema der Versammlung war „Ihr werdet meine Zeugen sein“ Apostelgeschichte 1,8  

Die Konferenz evangelischer Kirchen in Europa (KEK) ist eine ökumenische Organisation von orthodoxen, anglikanischen, altkatholischen und evangelischen Kirchen Europas. Auch die EKD ist Mitglied. Alle 5 Jahre findet die Vollversammlung der KEK an wechselnden Orten in Europa statt, mehr Informationen: www.ceceurope.org
In diesem Jahr fand die Vollversammlung der KEK in Novi Sad (Serbien) statt. Für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die sich für Ökumene interessieren und als Helfer an der Konferenz teilnehmen wollen wurde, auch dieses Mal ein Steward Programm ausgeschrieben. Ich war dabei. Als Steward habe ich während der Vollversammlung im Team für Kommunikation gearbeitet. Zusammen mit einer jungen Norwegerin habe ich die Facebookseite der KEK gepflegt und in deren Namen auf Englisch und Deutsch mit dem Hashtag #cecassembly getwittert. Gemeinsam mit einem finnischen Steward durfte ich den Leitartikel zum Thema Gerechtigkeit schreiben, der dann auf der Webseite der Vollversammlung veröffentlicht und über alle möglichen Kanäle verbreitet wurde https://assembly2018.ceceurope.org/blog/justice-youth-bring-perseverance-enthusiasm/
Andere Stewards wurden während der Vollversammlung im Plenarsaal, bei den Gruppentreffen, im Gottesdienst-Team oder auch im Koordinationsteam der Vollversammlung eingesetzt. Natürlich kamen wir alle aus unterschiedlichen Konfessionen und auch aus verschiedenen Ländern, aber wir haben uns in Novi Sad vor allem als junge Europäer*innen, als junge Menschen mit Visionen für eine gemeinsame Zukunft kennengelernt.
Gemeinsam mit jungen Delegierten sowie den Youth Advisors (Berater*innen) kamen wir schon vier Tage vor Beginn der Vollversammlung nach Novi Sad zur "Youth Pre-Assembly". Schon hier ging es um die Themen der Vollversammlung: Witness (Zeugnis), Justice (Gerechtigkeit) und Hospitality (Gastfreundschaft).
Zum Ende der „Youth Pre-Assembly“ wurde ein Kommunique verabschiedet, das konkrete Forderungen an die KEK formuliert.
http://www.ceceurope.org/wp-content/uploads/2018/07/GEN_18_GA-Youth-Communique-1_DE.pdf
Es wurde im Plenarteil der Vollversammlung auch den Delegierten präsentiert. Besonders beeindruckend war für mich der Vortrag von Torill Edøy vom Ecumenical Disability Advocates Network (EDAN). Sie vertritt die Idee einer Kirche, die für alle Menschen offen ist und vielfältige Beteiligungsstrukturen bietet (Stichwort: Inklusion). Das mag an manchen Stellen mit größerem Aufwand verbunden sein, lohne sich aber in jedem Fall, sagte Edøy. Spannend war auch die Diskussionen zur digitalen Verkündigung, die von Miriam Stållset Follesø, Social-Media-Expertin der Norwegischen Kirche, angeleitet wurde. Dabei ging es unter anderem darum, wie ein positiver Einfluss auf Jugendliche durch Social Media ausgeübt werden kann, wie Kommunizieren und Netzwerken innerhalb kirchlicher Strukturen über digitale Medien verbessert werden kann und wie die Kirche einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien unterstützen kann.
Ich bin in diesen zehn Tagen Lutheranern und Reformierten begegnet, habe mit Baptisten und Orthodoxen diskutiert und mit Anglikanern zu Tisch gesessen. Ich habe eine Dänin predigen und eine Finnin singen gehört, habe mit Serben getanzt, mit einer Russin das Zimmer geteilt und mit Schweden und Ungarn das Glas erhoben. Ich habe gelernt, was es bedeutet, als griechisch-orthodoxe Christin in der Türkei zu leben oder in Finnland Theologie zu studieren, was für Strukturen es in der anglikanischen Kirche gibt, wie junge Griechen zur Kirche und zum Militärdienst stehen und dass es eine evangelisch-reformierte (Landes-)Kirche in Deutschland gibt.
Es waren ereignisreiche Tage und ich bin froh, und vor allem auch sehr dankbar, dass ich am Steward-Programm der KEK-Vollversammlung teilnehmen durfte und ich hoffe, dass es auch bei der nächsten KEK-Vollversammlung ein Steward-Programm geben wird, das jungen Menschen eine solche Möglichkeit zur Partizipation bietet.
Lisa Menzel

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