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Morgenkreis im Bauraum im April, zwei Wochen vor Ostern!

Sprach Kita Jona
Die sprachliche Entwicklung der Kita Kinder wird durch partizipatorische Morgenkreise im höchsten Maße gefördert. Da Kinder die Erfahrung machen, dass das, was sie zur Gemeinschaft beitragen Einfluss hat und ihr Wort und ihre Beiträge Anklang finden. Im Morgenkreis ist dafür ein besonderer Ort, da hier Partizipation bedeutet, dass die Kinder abwechselnd die Gruppe leiten, hierbei entscheiden, was gespielt und gesungen wird und wer wann, womit an der Reihe ist. Kinder erleben sich „selbstwirksam“. Dieses Erleben „Ich bewirke etwas“- auch in der Gruppe- macht Kinder stark! Das kindliche Selbstbewusstsein wird gestärkt und gleichzeitig die Gemeinschaftsfähigkeit, denn als Leitende einer Gruppe muss ich die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitglieder im Blick haben, und meine Entscheidungen ggf. darauf abstimmen.
Alltagsintegrierte sprachliche Bildung geschieht auch ganz selbstverständlich und nebenbei dadurch, dass Lieder gesungen, Gedichte und Gebete aufgesagt werden, Bücher gelesen und Diskussionen und Gespräche auch in der Gruppe geführt werden.
Die regelmäßige Wiederholung trägt zur Verfestigung des Gelernten bei. Zuhören, aushandeln, mitmachen, Fragen beantworten, Wünsche äußern oder auch zurückstellen, alles passiert im Alltag- und im Morgenkreis auf besondere Weise.
Heute leitet Nele den Morgenkreis und zündet die Kerze an. Das Dankesgebet wird gesprochen, Nele entscheidet, wofür wir uns heute bei Gott bedanken, Sandra läd zum gemeinsamen Gebet ein: „Wir danken Dir Gott für die Welt die Du geschaffen hast! Wir danken Dir für das Wasser, für die Erde, für die Pflanzen, für die Sonne, für die Dunkelheit, für die Tiere, für den Mond und für die Sterne, für die Kinder und für alle Lebewesen. Amen.“
Jetzt singen wir ein Ostereierlied: „Zehn bunte Ostereier in der Osternacht, die hat bei hellem Mondenschein der Osterhas gebracht….“` Sandra holt der Gruppe in Erinnerung, welche Geschichte Helen letzte Woche im Morgenkreis erzählt hat: Die Geschichte vom Sämann: Diese hatte Jesus erzählt und der Sämann in der Geschichte hatte viel Arbeit damit, auf einem harten Boden, der voller Dornen und Unkraut war, Pflanzen zu säen. Jesus sagte: „Der Samen ist wie die Liebe Gottes. Gott liebt Dich. In unserer Bibel stehen viele Geschichten von Menschen und über Gott und unser Leben. Und davon, dass Gott da ist und uns liebt, egal, was passiert! Auch wenn uns mal Samen verdorren, das Unkraut stärker ist, als ein zartes Samenkorn, erinnern wir uns, dass Gott in unser Innerstes viel Liebe zum Wachsen hineingelegt hat. Jeder von uns kann ganz viel! Nicht jeden Tag, aber es ist genug da!“
Die Kinder erinnern sich an die Geschichte, und daran, dass wir in der Gruppe selbst auch gesät haben- gespannt schauen wir in den Pflanztopf, und siehe da: Einige Samen sind schon aufgegangen und zarte grüne Weizenhalme wachsen empor! Als nächstes singen wir ein Lied: Stups der kleine Osterhase, fällt andauernd auf die Nase… Eine Diskussion kommt in Gang, als ein Kind fragt, was bedeutet eigentlich „ausbrüten“? Die Kinder erklären sich gegenseitig, mit Sandras Unterstützung, wie das zum Beispiel bei den Hühner ist, bevor ein Küken entschlüpft. Nele greift den Wunsch eines Kindes auf, dass sich das Ostergedicht wünscht, dieses sagt Sandra zusammen mit allen, die es schon auswendig sagen können, auf: Es war einmal ein Hase, mit einer roten Nase und einem blauen Ohr, das kommt sehr selten vor!...
Jetzt fragen wir uns: Wie oft müssen wir noch schlafen, bis es Ostern ist? Noch 12x schlafen!
Dann spielen wir das Osterhasenspiel: Ein Kind ist der Baum, eines der Osterhase und eines ein Kind, welches auf die Suche geht… Unterm Baum im grünen Gras, sitzt ein kleiner Osterhas. Putzt den Bart und spitzt das Ohr, macht ein Männchen, schaut hervor, hüpft dann fort mit einem Satz und ein kleiner frecher Spatz, schaut jetzt nach, was da denn sei- und was ists? Ein Osterei!
Danach spielen wir noch Pitsch Patsch Pinguin, und sprechen zum Abschluss des Morgenkreises „Gottes Hand hält uns fest wie ein Vogel im Nest, so sind wir wohl geborgen, Gottes Hand hält uns fest wie ein Vogel im Nest, so sind wir nicht allein“.
Nele pustet die Kerze aus und alle Kinder machen sich auf in den Tag.

Die evangelische Kita JONA ist eine „Sprach-Kita“

Die evangelische Kita JONA in Heusenstamm nimmt am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesfamilienministeriums teil und wird dabei durch eine zusätzliche Fachkraft „Sprach-Kitas“ mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung unterstützt. Sprachkompetenzen eröffnen allen Kindern gleiche Bildungschancen von Anfang an. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sprachliche Bildung besonders wirksam ist, wenn sie früh beginnt.
Weitere Schwerpunkte des Bundesprogramms sind inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien. „Die ev. Kita Jona hat sich auf das Projekt beworben, weil Sprache ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist. Sprachbildung ist ein großes Thema für uns. Die Kinder brauchen Erwachsene, die sensibel und bewusst mit der eigenen Sprache umgehen. Es ist wichtig, die kindlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen und dem kindlichen Interesse an Sprache gerecht zu werden,“ sagt Kerstin Wunderlich, die Leiterin der Kita.
Claudia Treichel übernimmt die Funktion der zusätzlichen Fachkraft „Sprach-Kitas“. Das Projekt Sprach-Kita bietet die Möglichkeit, zunächst ihre eigene Expertise im Bereich sprachliche Bildung auszubauen und diese dann Schritt für Schritt mit dem Team zu teilen.
Frau Treichel begleitet und unterstützt die pädagogischen Fachkräfte in der Kita bei der Weiterentwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung. Sie ermutigt die pädagogischen Fachkräfte, ihr Handeln mit Sprache zu begleiten: Sie nutzen Gesprächsanlässe im Kita-Alltag, wie zum Beispiel beim An- und Ausziehen in der Garderobe, und erweitern im feinfühligen Dialog mit dem Kind dessen Wortschatz und Sprachfähigkeiten. Ziel ist es, dass zum Ende des Projektes jede pädagogische Fachkraft unserer Einrichtung sensibilisiert ist, geeignete Sprachanlässe im Alltag mit den Kindern zu nutzen.
Eine zusätzliche Fachberatung „Sprach-Kitas“ unterstützt kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in der „Sprach-Kita“. Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas.
Im Januar 2016 ist das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ gestartet. Mit der Verdopplung der Mittel ab 2017 auf jährlich 200 Millionen Euro können insgesamt bis zu 7000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden. Der Bund stellt für die Programme „Sprach-Kitas“ und „Kita-Einstieg“ im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ finden Sie auf der Webseite https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/
Ansprechperson: Kerstin Wunderlich, Leiterin Ev. Kita JONA
Leibnizstr. 44, 63150 Heusenstamm
Tel. 06104/660843
E-Mail: ev.kita.heusenstamm@ekhn-net.de

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