Gospelgottesdienst am 01.02.2026

Am letzten Sonntag nach Epiphanias (01.02.2026) haben wir in der gut gefüllten Kirche einen besonderen Gottesdienst gefeiert. 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gospel-Workshops am 31.01.2026 haben ihn unter der Leitung von Thomas Bieser musikalisch gestaltet. Mit viel Lebensfreude haben wir eine schöne Auswahl an Gospelsongs gesungen und gehört und so einen lebendigen Gottesdienst in schöner Atmosphäre gefeiert. 
Noch einmal vielen Dank an alle Teilnehmenden und besonders an Thomas Bieser.
Für mich als Vikar war es eine besonders schöne Erfahrung, Gottesdienst mit euch und Ihnen feiern zu dürfen 
und zugleich als Teilnehmer des Gospel-Workshops auch mitzusingen. 
Dafür sei allen noch einmal herzlich gedankt!
Vikar Marvin Trebbien

Chorleiter beim Gospelchor

Ich bin Thomas Bieser aus Mainz und leite seit Sommer 2025 den Gospelchor 
der Evangelischen Kirchengemeinde Heusenstamm. 
Meine Prüfung als C-Kirchenmusiker habe ich noch während meiner Schulzeit abgelegt, danach habe ich meine Erfahrungen als Chorleiter gesammelt, sowohl in der Kirchengemeinde als auch bei weltlichen Chören. Zurzeit leite ich noch einen weiteren Gospelchor in meiner Heimatgemeinde in Mainz, wo ich auch den sonntäglichen Organistendienst versehe.
Ich habe eine Vorliebe für den skandinavischen Gospel. Ich qualifiziere mich regelmäßig weiter in zahlreichen Workshops mit internationalen Gospelchorleitern im In- und Ausland. Weitere Inspirationen bekomme ich von den zweijährlich stattfindenden Gospelkirchentagen, die ich auch gerne in meiner Arbeit als Chorleiter weitergebe.
Ich freue mich auf die Proben mit dem Gospelchor der Gemeinde und die weitere
Entwicklung der Chorarbeit.
Thomas Bieser

Kontakt Thomas Bieser <thomas.bieser@online.de>

Singen Sie mit!

Alle sind jederzeit herzlich willkommen, unangekündigt zu unseren Proben zum „Schnuppern“ zu kommen! Wir freuen uns, neue Stimmen zu hören. Notenkenntnisse oder Chorerfahrungen sind nicht nötig.

  • Der Gospelchor probt montags ab 20:00 Uhr im Familienzentrum Leibnizstr. 57  63150 Heusenstamm
  • Die Kantorei probt mittwochs ab 20:00 Uhr im Familienzentrum Leibnizstr. 57  63150 Heusenstamm

Menschen jeden Alters sind uns herzlich willkommen!

Bach-Choräle waren stärker als Viren und Bakterien

Dem Arbeitseifer der Kantorei legten Viren, Bakterien und andere Gespenster im März 2026 Steine in den Weg. 
Nicht nur Chorleiterin Dorothea Baumann, auch ihre Vertreterin Ulrike Pantzner waren längere Zeit krank. 
Aber nur eine Chorprobe fiel aus, denn da bewährte sich der Fundus von tüchtigen Musikerinnen, die den Chor 
leiten können. Diesmal sprang Anette Kreutzer ein und die Probenarbeit war somit gerettet. 
Dorothea Baumann, die zwei Chöre führt, musste an diesem Karfreitag ihre Seligenstädter betreuen. So sang die Kantorei im Karfreitags-Gottesdienst drei Choräle aus Bach-Passionen unter der Leitung von Ulrike Pantzner. 
Natürlich freut sich der Chor riesig auf die neue Orgel – nicht nur wegen des neuen Klangs, sondern auch, 
weil dann auf der Empore mehr Platz für die volle Besetzung sein wird.
Während des Fahrstuhl-Einbaus im Familienzentrum Leibnizstraße fanden die Proben in der Kirche statt. 
Die Kantorei hat sich schnell an das vorübergehende neue Domizil gewöhnt.
Neben der Vorbereitung für das traditionelle sommerliche Konzert im AWO-Heim wird schon am herbstlichen Konzertprojekt gearbeitet. Hier will die Kantorei wieder einmal Dietrich Buxtehude in Erinnerung bringen. Zu dem Lübecker Organisten und Komponisten pilgerte einst der junge Bach, um von dem berühmten Meister zu lernen. Die Kantorei wird eine von Buxtehudes zahlreichen Kantaten aufführen.
Nach dem Sommerkonzert wird sich der Chor zu einem Abschiedsessen im Wildhof treffen und sich dann in die Ferien verabschieden. Danach findet die erste Probe am 12. August 2026 statt. Über neue Sangeslustige würden wir uns freuen.
Eva Schumann

Musikalisch Neues ausprobieren
Dazu lädt die Kantorei Heusenstamm ein. Sie bietet erstmals ein Chorprojekt an, das sich auch an interessierte Sängerinnen und Sänger richtet, die sich nur auf Zeit binden oder musikalisch einmal etwas anderes ausprobieren wollen. 
Auf dem Probenplan steht die Kantate von Dietrich Buxtehude „Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken“, deren Abschrift wohl aus den 1680er Jahren datiert. Damals war der Begriff der Kantate allerdings noch nicht bekannt. Der Stil des Stücks wird als unkompliziert und volkstümlich charakterisiert. 
Das achtteilige Opus gehörte zu Lebzeiten des Komponisten vermutlich zu seinen populärsten Vokalwerken. Es soll im Gottesdienst am 18. November 2026 um 19.00 Uhr aufgeführt werden. 
Das Projekt startet nach den Sommerferien und zur ersten Probe am 12. August 2026 um  20.00 Uhr im Familienzentrum Leibnizstraße sind neue Stimmen herzlich willkommen. Hereinschnuppern lohnt sich und das Singen in der Gemeinschaft bringt außerdem viel Spaß. 
Weitere Informationen gibt es bei Dekanatskantorin Dorothea Baumann, Tel. 0157-85045870
Eine kurze formlose Anmeldung kann per E-Mail erfolgen an ruediger.jung @gmx.de 
Wir freuen uns auf Sie! 
Kordula Egenolf

Auftritt der Kantorei beim Nikolausmarkt
Aufführung des Weihnachtsoratoriums am 4.Advent
Nähere Infos über die Kantorei

Seit 110 Jahren gibt es unsere Kantorei und wir sind froh und dankbar, dass sie Teil unserer Kirchengemeinde ist.
Unter der Leitung von Dekanatskirchenmusikerin Dorothea Baumann wird jeden Mittwoch ab 20.00 Uhr im Familienzentrum geprobt.  Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen, kommen Sie gern vorbei und singen Sie mit!

Chorleiterin Dorothea Baumann
Tel. 01578 5045870
Chorobmann Rüdiger Jung
Tel. 06102 - 2881770 
Proben mittwochs 20 Uhr im Familienzentrum Gemeindehaus Leibnizstr.57

Jubiläumskonzert 110 Jahre Kantorei am 02.09.2023

Die Kantorei erhält die Zelter-Plakette, die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre

Eine erfreuliche Nachricht erreichte die Kantorei im Dezember 2023: Sie soll die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre erhalten, die Zelter-Plakette. Für die Bewerbung mussten die 110 Jahre unseres Bestehens stichhaltig dokumentiert werden. Anders als die reichlich belegten Aktivitäten der letzten sechs Jahrzehnte, waren die schriftlichen Spuren der Chor-Anfänge schwer zu finden. Weder erwiesen sich die Mitglieder des kleinen Dorfchors in und nach den Kriegsjahren als besonders schreibfreudig, noch interessierte sich die Presse für ihn.
Doch Obmann Rüdiger Jung unterzog sich tapfer der Mühe, das Chor-Archiv zu durchforsten. Seine Detektiv-Arbeit brachte denn auch Dokumente zutage, die in den Chroniken unserer Jubiläums-Festschriften noch nicht ausgewertet waren. Die Zelter-Plakette erinnert an den Komponisten Carl Friedrich Zelter (1758-1832), Chorleiter, Lehrer u.a. von Mendelssohn Bartholdy und Gründer bedeutender Musikinstitute. Als Leiter der berühmten Berliner Sing-Akademie pflegte er insbesondere die Chormusik und half, das damals fast vergessene Werk Johann Sebastian Bachs wieder zu entdecken. Es war die Singakademie, mit der Mendelssohn 1829 zum ersten Mal wieder die Matthäus-Passion aufführte. Bekannt ist Zelter heute nur noch durch seine Vertonungen von Volksliedern und Gedichten seines Freundes Goethe.
So wird die Plakette alljährlich an Chöre verliehen, die sich in im mindestens hundertjährigem Wirken "besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben", wie der Bundesverband Chor & Orchester auf seiner Website schreibt. Der erste Bundespräsident Theodor Heuss hat sie 1956 gestiftet, und verliehen wird sie von seinem heutigen Nachfolger.
Eva Schumann  

Geschichte der Kantorei

Die Kantorei geht zurück auf einen 1913 gegründeten „Evangelischen Männersingkreis“, dem sich im selben Jahr Frauen anschlossen. Der Kirchenchor trat in Gottesdiensten an Festtagen und gelegentlich zu weltlichen Festivitäten auf. Er gewann bald beachtliches Ansehen. Während der Chor in den ersten Jahrzehnten durch Lehrer geleitet wurde, entwickelte er sich ab 1972 unter dem Schul- und Kirchenmusiker Karl Rathgeber zur künstlerisch ambitionierteren Kantorei. Neben der Mitwirkung im Gottesdienst nahmen Konzertauftritte einen wichtigen Raum ein. In der zehnjährigen Wirkungszeit Rathgebers gab es 24 Aufführungen größerer geistlicher Werke, auch außerhalb von Heusenstamm im Rhein-Main-Gebiet.
Seit 1977 nennt sich der Chor offiziell „Evangelische Kantorei Heusenstamm“.1988 erhielt die Kantorei unter Rathgebers Nachfolger, dem Offenbacher Dekanatskirchenmusiker Wolfgang Weyrich, den erstmalig von der Stadt Heusenstamm verliehenen Kulturpreis. Weyrichs elfjährige erfolgreiche Chorarbeit setzte Gunhild Berck ab 1995 bis zu ihrem Tod 2011 fort.
2012 übernahm die Dekanatskirchenmusikerin Dorothea Baumann die Kantorei. Sie regte die Mitwirkung des Chors bei Musikprojekten des Dekanats an. Auslandskontakte der Kantorei begannen mit einem geistlichen Konzert in Heusenstamms französischer Partnerstadt St. Savin im Jahre 1977. Eine weitere Konzertreise nach St. Savin folgte 2002, gemeinsam mit dem Kammerorchester des Gymnasiums.
Besondere Höhepunkte aber bilden die seit 1989 in dreijährigem Rhythmus stattfindenden Konzerte mit der Tonbridge Philharmonic Society, bei denen gemeinsam in Heusenstamm und der Partnerstadt Tonbridge musiziert wird. Im Juni 2013 fand das neunte Treffen statt. Auch mit dem Coro Polifonico in Heusenstamms italienischer Partnerstadt Ladispoli bestehen Kontakte. Im Advent 2011 gab es einen ersten gemeinsamen Auftritt. Weitere Begegnungen gab es anlässlich der Reise der Kantorei nach Ladispoli im Oktober und beim Nikolausmarkt 2014.
Hauptaufgabe der Kantorei ist weiterhin die Mitgestaltung des Gottesdienstes, möglichst einmal im Monat. Regelmäßig singt sie in der Christmette und am zweiten Weihnachtsfeiertag. Tradition ist auch die Adventsmusik zum Nikolausmarkt. Zur intensiven Vorbereitung größerer Projekte dient einmal jährlich eine Wochenend-Klausur.
Text: Eva Schumann