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Alle sind jederzeit herzlich willkommen, unangekündigt zu unseren Proben zum „Schnuppern“ zu kommen! Wir freuen uns, neue Stimmen zu hören. Notenkenntnisse oder Chorerfahrungen sind nicht nötig.
Menschen jeden Alters sind uns herzlich willkommen!
Am 21. Juni 2026 lud der Gospelchor zum diesjährigen Konzert bei strahlendem Sonnenschein in die Kirche ein.
Der Chor spannte einen weiten Bogen über verschiedene Stile und Rhythmen. Auch das Publikum musste an der einen oder anderen Stelle einspringen und setzte dem Chor ein mehrstimmiges Halleluja entgegen. Die anschließenden balladenartigen Gospel wusste der Chor spannend zu intonieren.
Am Schluss überraschten die Sängerinnen und Sänger mit einigen Pop-Songs mit einer dazu passenden Choreografie. Anschließend blieben noch viele Besucher vor der Kirche stehen und tauschten sich aus. Es wurde festgestellt, dass sich der Chor musikalisch enorm weiterentwickelt hat.
Besonderes Highlight: Alle Lieder wurden komplett auswendig und ohne Noten gesungen, damit der Funke auf die Besucher überspringen konnte.
Ein besonderer Dank geht an Jasmin Bräuning für die gefühlvollen Soli und an Judica Schwab, die kurzfristig an der Querflöte eingesprungen ist.
Thomas Bieser
Bereits jetzt möchten wir auf unseren jährlichen Gospelworkshop am letzten Wochenende im Januar 2027 hinweisen:
Am Samstag, dem 30. Januar 2027 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr proben wir im Familienzentrum Leibnizstraße und am Sonntag, dem 31. Januar 2027 gestalten wir musikalisch den Gottesdienst in der Kirche.
Keine Chorerfahrung oder Notenkenntnisse notwendig. Save the date!
Kontakt Thomas Bieser <thomas.bieser@online.de>
Das erste Halbjahr hat die Kantorei im Juni 2026 mit der Gestaltung eines Gottesdienstes und dem traditionellen Sommerkonzert im Seniorenwohnheim der AWO beendet. Zahlreiche Seniorinnen und Senioren erfreuten sich im, trotz großer Hitze, gut gefüllten Saal an einem breitgefächerten Programm, bei dem die Kantorei die gesamte Bandbreite ihres Repertoires von festlich feierlich bis unterhaltsam präsentierte.
Im 2.Halbjahr wird Dietrich Buxtehudes Werk „Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken“ einstudiert. Es ist als Chorprojekt konzipiert, zu dem Sängerinnen und Sänger, die sich nicht dauerhaft an eine Chorgemeinschaft binden wollen, herzlich eingeladen sind.
Das achtteilige Opus gehörte zu Lebzeiten des Komponisten vermutlich zu seinen populärsten Vokalwerken.
Es wird im Gottesdienst am 18.November 2026, dem Buß- und Bettag, um 19.00 Uhr zu hören sein.
Die Proben haben am 12.August im Familienzentrum begonnen. Sie finden immer mittwochs um 20.00 Uhr statt. Interessierte können noch bis Anfang September dazukommen.
Parallel dazu wird für die traditionellen Adventskonzerte geprobt, die am 05.12.2026 zum Nikolausmarkt in Heusenstamm und am 06.12.2026 zur „Musik bei Kerzenschein“ in Seligenstadt stattfinden. Auf dem Programm stehen traditionelle sowie moderne Advents- und Weihnachtslieder.
Auch hier sind neue Sängerinnen und Sänger herzlich willkommen. Hereinschnuppern lohnt sich. Dazu bietet sich außerdem die offene Chorprobe am 24.09.2026 an, die im Rahmen der bundesweiten Aktion „Woche der offenen Chöre“ stattfindet. Das Singen in der Gemeinschaft bringt außerdem viel Spaß.
Weitere Informationen gibt es bei Dekanatskantorin Dorothea Baumann,
Tel.: 0157-85045870, E-Mail: dorothea. baumann@ekhn.de.
Kordula Egenolf
Seit 110 Jahren gibt es unsere Kantorei und wir sind froh und dankbar, dass sie Teil unserer Kirchengemeinde ist.
Unter der Leitung von Dekanatskirchenmusikerin Dorothea Baumann wird jeden Mittwoch ab 20.00 Uhr im Familienzentrum geprobt. Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen, kommen Sie gern vorbei und singen Sie mit!
Chorleiterin Dorothea Baumann
Tel. 01578 5045870
Chorobmann Rüdiger Jung
Tel. 06102 - 2881770
Proben mittwochs 20 Uhr im Familienzentrum Gemeindehaus Leibnizstr.57
Eine erfreuliche Nachricht erreichte die Kantorei im Dezember 2023: Sie soll die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre erhalten, die Zelter-Plakette. Für die Bewerbung mussten die 110 Jahre unseres Bestehens stichhaltig dokumentiert werden. Anders als die reichlich belegten Aktivitäten der letzten sechs Jahrzehnte, waren die schriftlichen Spuren der Chor-Anfänge schwer zu finden. Weder erwiesen sich die Mitglieder des kleinen Dorfchors in und nach den Kriegsjahren als besonders schreibfreudig, noch interessierte sich die Presse für ihn.
Doch Obmann Rüdiger Jung unterzog sich tapfer der Mühe, das Chor-Archiv zu durchforsten. Seine Detektiv-Arbeit brachte denn auch Dokumente zutage, die in den Chroniken unserer Jubiläums-Festschriften noch nicht ausgewertet waren. Die Zelter-Plakette erinnert an den Komponisten Carl Friedrich Zelter (1758-1832), Chorleiter, Lehrer u.a. von Mendelssohn Bartholdy und Gründer bedeutender Musikinstitute. Als Leiter der berühmten Berliner Sing-Akademie pflegte er insbesondere die Chormusik und half, das damals fast vergessene Werk Johann Sebastian Bachs wieder zu entdecken. Es war die Singakademie, mit der Mendelssohn 1829 zum ersten Mal wieder die Matthäus-Passion aufführte. Bekannt ist Zelter heute nur noch durch seine Vertonungen von Volksliedern und Gedichten seines Freundes Goethe.
So wird die Plakette alljährlich an Chöre verliehen, die sich in im mindestens hundertjährigem Wirken "besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben", wie der Bundesverband Chor & Orchester auf seiner Website schreibt. Der erste Bundespräsident Theodor Heuss hat sie 1956 gestiftet, und verliehen wird sie von seinem heutigen Nachfolger.
Eva Schumann
Die Kantorei geht zurück auf einen 1913 gegründeten „Evangelischen Männersingkreis“, dem sich im selben Jahr Frauen anschlossen. Der Kirchenchor trat in Gottesdiensten an Festtagen und gelegentlich zu weltlichen Festivitäten auf. Er gewann bald beachtliches Ansehen. Während der Chor in den ersten Jahrzehnten durch Lehrer geleitet wurde, entwickelte er sich ab 1972 unter dem Schul- und Kirchenmusiker Karl Rathgeber zur künstlerisch ambitionierteren Kantorei. Neben der Mitwirkung im Gottesdienst nahmen Konzertauftritte einen wichtigen Raum ein. In der zehnjährigen Wirkungszeit Rathgebers gab es 24 Aufführungen größerer geistlicher Werke, auch außerhalb von Heusenstamm im Rhein-Main-Gebiet.
Seit 1977 nennt sich der Chor offiziell „Evangelische Kantorei Heusenstamm“.1988 erhielt die Kantorei unter Rathgebers Nachfolger, dem Offenbacher Dekanatskirchenmusiker Wolfgang Weyrich, den erstmalig von der Stadt Heusenstamm verliehenen Kulturpreis. Weyrichs elfjährige erfolgreiche Chorarbeit setzte Gunhild Berck ab 1995 bis zu ihrem Tod 2011 fort.
2012 übernahm die Dekanatskirchenmusikerin Dorothea Baumann die Kantorei. Sie regte die Mitwirkung des Chors bei Musikprojekten des Dekanats an. Auslandskontakte der Kantorei begannen mit einem geistlichen Konzert in Heusenstamms französischer Partnerstadt St. Savin im Jahre 1977. Eine weitere Konzertreise nach St. Savin folgte 2002, gemeinsam mit dem Kammerorchester des Gymnasiums.
Besondere Höhepunkte aber bilden die seit 1989 in dreijährigem Rhythmus stattfindenden Konzerte mit der Tonbridge Philharmonic Society, bei denen gemeinsam in Heusenstamm und der Partnerstadt Tonbridge musiziert wird. Im Juni 2013 fand das neunte Treffen statt. Auch mit dem Coro Polifonico in Heusenstamms italienischer Partnerstadt Ladispoli bestehen Kontakte. Im Advent 2011 gab es einen ersten gemeinsamen Auftritt. Weitere Begegnungen gab es anlässlich der Reise der Kantorei nach Ladispoli im Oktober und beim Nikolausmarkt 2014.
Hauptaufgabe der Kantorei ist weiterhin die Mitgestaltung des Gottesdienstes, möglichst einmal im Monat. Regelmäßig singt sie in der Christmette und am zweiten Weihnachtsfeiertag. Tradition ist auch die Adventsmusik zum Nikolausmarkt. Zur intensiven Vorbereitung größerer Projekte dient einmal jährlich eine Wochenend-Klausur.
Text: Eva Schumann