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Es sind Momente, in denen selbst alt gediente Synodale kurz innehalten: Als das Wahlergebnis verkündet wurde, war schnell spürbar, dass dieser Abend mehr war als eine Sammlung von Tagesordnungspunkten.
Steffen Held bleibt Dekan des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau, mit Applaus im Anschluss und einem Votum, das auch bei Wiederwahlen Seltenheitswert hat: 59 Stimmen, 59 mal „Ja“.
Die II. Synode des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau war im März 2026 zur Frühjahrstagung zusammengekommen. Propst Stephan Arras eröffnete die Tagung mit einer Andacht und führte später auch in das umfangreiche Benennungs- und Wahlverfahren ein.
Ein „brennendes Herz“ und die Vorfreude auf den „zweiten Frühling“, Steffen Held selbst machte in seiner Bewerbungsrede sehr persönlich deutlich, warum er erneut kandidiert: „Mein Herz brennt noch für die Sache Jesu, für unser Dekanat, für meinen Dienst und damit für Sie und euch.“
Und er verband seine Bereitschaft zur Wiederwahl mit einem Bild, das sich durch die ganze Rede zog: Er stehe für einen „zweiten Frühling“ zur Verfügung. Stefan Held sprach über Kirche in einer Zeit, die viele als anstrengend erleben: Reformprozesse, Sparzwänge, Austritte, sinkende Mitgliederzahlen und die Erfahrung, dass Glaube und Kirche für viele Menschen nicht mehr von großer Bedeutung sind.
Er verschwieg nicht, dass es auch Momente gebe, in denen sich die Freude am Amt in Grenzen halte. Gerade deshalb griff er die biblisch österliche Emmaus-Geschichte auf, in der die Jünger Jesu nach dessen Kreuzigung fliehen und erst auf dem Weg mit Gottes Gegenwart wieder neue Orientierung gewinnen.
Zugleich lenkte er den Blick bewusst auf das, was in der öffentlichen Wahrnehmung oft zu kurz komme. Während große Schlagzeilen häufig um Krisen, Rückgänge und Konflikte kreisten, werde vielerorts im Alltag der Kirche ganz konkret, erfolgreich und im Dienst für den Nächsten gearbeitet: In Gottesdiensten, in der Seelsorge, in Bildungsangeboten, in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, in der Diakonie, in Kitas, Altenheimen, Hospizen oder der Notfallseelsorge.
Wenn all das fehlte, so machte Stefan Held deutlich, käme der Region und ihren Menschen unermesslich viel abhanden. (PM)
Seit 2023 ist das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau auf seinem Weg der Dekanatsfusion einen großen Schritt vorwärtsgegangen. „Alle unter einem Dach“ gilt seit Januar 2023 für die rund 25 Mitarbeiter des Kirchenkreises um Dekan Steffen Held.
Damit sind nun Kinder- und Jugendarbeit, Familienbildung, Geschäftsstelle Kindertagesstätten, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit, die Pfarrstelle für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene sowie das interreligiöse Projekt „Glaube. Gemeinsam. Gestalten.“ mit der Dekanatsleitung und der Mitarbeitervertretung zentral in Dietzenbach untergebracht.
Der fusionierte Kirchenkreis, der für 28 evangelische Gemeinden im Kreis Offenbach sowie in den Hanauer Stadtteilen Steinheim und Klein-Auheim tätig ist, hat seinen Sitz in der Kreisstadt behalten und ist weiterhin zusammen mit der Evangelischen Kita „Unterm Regenbogen“ im Theodor-Heuss-Ring 52 zu finden.
Neben den Umbau hat das Gebäude auch eine ökologische und energetische Sanierung erfahren: Für Wärme und gutes Raumklima sorgen eine komplett neue Isolierung, moderne Fenster und Luftwärmepumpen.
Karte Fusion Dekanate
Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau umfasst 28 Kirchengemeinden mit rund 50 Pfarrerinnen und Pfarrern und 17 Mitarbeitenden im Gemeindepädagogischen Dienst für 70 000 evangelische Kirchenmitglieder im Kreis Offenbach und den Hanauer Stadtteilen Klein-Auheim und Steinheim.
Es erstreckt sich von der A5 und dem Frankfurter Flughafen im Westen bis zur Mainlinie im Norden und Osten.
Es hat die Trägerschaft für 18 evangelische Kindertagesstätten und betreibt die Evangelische Familienbildung im Kreis Offenbach.
Das Dekanatsteam mit Standort in Dietzenbach arbeitet unter anderem in der Kinder- und Jugendarbeit, der Kirchenmusik, den Handlungsfeldern Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung sowie in der Alten-, Klinik-, Hospiz- und der Notfallseelsorge.
https://www.ev-dekanat-dreieich-rodgau.de
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Evangelisches Dekanat Rodgau gehört zur Propstei Starkenburg
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat seit dem 1. Oktober 2017 nur noch fünf Propsteien.
Das Dekanat Dreieich-Rodgau gehört zusammen mit dem Dekanat Groß-Gerau/Rüsselsheim zur Evangelischen Propstei Starkenburg.
Die Kirchenregion in der EKHN umfasst neben Darmstadt und Umgebung auch den Odenwald, die Bergstraße und das Hessische Ried.
Der zuständige Propst Stephan Arras hat seinen Dienstsitz in Darmstadt.
Mit der Veränderung der Visitationsbezirke der EKHN werden
- die Propstei Rhein-Main (Dienstsitz in Wiesbaden),
- die Propstei Starkenburg (Dienstsitz in Darmstadt)
- die Propstei Rheinhessen und Nassauer Land (Dienstsitz in Mainz) anders als bisher zugeschnitten.
Unverändert bleiben die Propsteibereiche
- Nord-Nassau (Dienstsitz in Herborn)
- Oberhessen (Dienstsitz in Gießen)
Seit 2022 gibt es 25 Dekanate.
Zum 01.01.2021 fusionierten die Nachbardekanate Rodgau und Dreieich zum
Dekanat Dreieich-Rodgau.
Die Propsteigebiete sind in etwa mit Regierungsbezirken aus dem politischen Bereich vergleichbar.
In den Propsteien sind jeweils Pröpstinnen und Pröpste für die geistliche Leitung der Kirche in ihrer Region verantwortlich. Die Propsteien sind wiederum in Dekanate untergliedert. Die Pröpstinnen und Pröpste tragen Sorge für die Wortverkündigung und Verwaltung der Sakramente. Sie nehmen Amtseinführungen (Ordinationen) vor und begleiten Pfarrstellenwechsel und -besetzungen sowie die theologischen Fortbildungen der Pfarrerinnen und Pfarrer. Daher gehört auch die Seelsorge an Pfarrerinnen und Pfarrer zu ihren Aufgaben. Ihnen obliegt auch die Dienstaufsicht über die Dekaninnen und Dekane.
Dekan Steffen Held
Dr. Michael Greven