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Wenn aus Liebe Leben wird....

„Ins Wasser fällt ein Stein,
ganz heimlich, still und leise;
und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise.
Wo Gottes große Liebe
in einen Menschen fällt,
da wirkt sie fort in Tat und Wort
hinaus in uns’re Welt.
Ein Funke, kaum zu seh’n,
entfacht doch helle Flammen;
und die im Dunkeln steh’n,
die ruft der Schein zusammen.
Wo Gottes große Liebe
in einem Menschen brennt,
da wird die Welt vom Licht erhellt;
da bleibt nichts, was uns trennt.
Nimm Gottes Liebe an. Du brauchst dich nicht allein zu müh’n,
denn seine Liebe kann in deinem Leben Kreise zieh’n.
Und füllt sie erst dein Leben, und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus, teilst Liebe aus, denn Gott füllt dir die Hand.“

Auch für uns Erwachsenen stehen wichtige Übergänge und ein vorübergehender Abschied in der Kita Jona an. Gleich drei mal ist im Frühjahr 2021 Gottes große Liebe in einen Menschen gefallen. Wir, Frau Alina Gliga, Frau Anna-Marie Müller und Frau Anna Bolender sind schwanger. Durch die anhaltende Pandemiesituation sind wir mit sofortiger Wirkung durch den Träger, das Ev. Dekanat Dreieich-Rodgau vom Kinderdienst befreit worden. Wir möchten uns auf diesem Weg mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge in die Elternzeit verabschieden und Danke sagen. Danke … an unsere Leiterin Kerstin Wunderlich und Catrin Bihn (stellv. Leitung), die sich auch weiterhin liebevoll um uns kümmern und mit Arbeit für zu Hause versorgen. … an alle Kolleginnen und Kollegen in der Kita, die unsere Arbeit im Kinderdienst mit auffangen. Ihr leistet Großartiges! … den Kindern, mit denen wir eine großartige Zeit in der Kita hatten und die unser Leben so bereichert haben. Wir vermissen euch schon sehr! … an alle Eltern, die Verständnis für die neue und auch angespannte Situation in der Kita haben und das Team unterstützen bzw. entlasten, wo sie nur können. Wir freuen uns auf unsere neue Aufgabe als Mutter und auf ein Wiedersehen, nach unserer Elternzeit, in der Kita.
Es grüßen herzlichst Alina Gliga, Anna-Marie Müller und Anna Bolender

Neues aus der Kita Jona

Wir freuen uns über jeden Tag, an dem unser Haus offen ist und wir möglichst viele Kinder begrüßen können. Das Kita-Team ist zum größten Teil geimpft und wir freuen uns, somit besser geschützt zu sein.
Für alle Kinder ist diese besondere Corona-Zeit geprägt von Regeln und Einschränkungen. Unsere Morgenkreise werden so gestaltet, dass wir mit den Kindern gemeinsam lernen, über unsere Gefühle zu sprechen. Über gute Gefühle und über schlechte Gefühle. Über Freude und Spaß, über Ärger und Wut. Dafür nutzen wir Bilderbücher, Gedichte, kreative und künstlerische Methoden und Bewegung im Garten und in der Natur. Es entwickeln sich dabei intensive Gespräche und Einblicke in die Gefühlswelt der Kinder. Wenn wir spüren, dass ein Kind stark belastet ist, laden wir die Eltern zu Gesprächen ein und gemeinsam überlegen wir, was das Kind braucht, um sich optimal zu entwickeln.
Die Kita Jona ist wie eine Insel. Eine Insel für Kinder in besonderen Zeiten, mit einem Steg auf das Festland. Bei uns dürfen die Kinder frei sein und müssen nicht ständig an Grenzen stoßen. Das ist eine schöne Herausforderung, die wir jeden Tag gerne annehmen.
Herzliche Grüße aus der Kita Jona
Kerstin Wunderlich

Stell dir vor, dass du auch der Andere bist

Das Team der Kita Jona hat sich in den vergangenen Monaten viel mit dem Thema Kommunikation auseinandergesetzt und in diesem Rahmen auch an einer Online-Fortbildung teilgenommen.
Der Kern dieser Fortbildung lag im Erlernen oder Vertiefen der achtsamen Kommunikation.
Lernen, Wertschätzung genauso anzunehmen wie Kritik. Zu erkennen, wie ich mich in einer überfordernden oder konfliktreichen Situation fühle, was meine Bedürfnisse und auch Wünsche sind und wie ich diese auch äußern kann. Wichtig dabei ist aber auch ein Gegenüber, dass mich auffangen und verstehen kann. Ein Gegenüber zu haben, dass sich in mich hineinversetzen und so verstehen kann, wie es mir geht.
„(…) das größte Geschenk, dass ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren.“ (Virginia Satir)
So können wir Menschen Empathie lernen, erfahren und leben, nicht nur untereinander im Team, sondern auch gemeinsam mit den Kindern. Als Erwachsener sich in das Kind einzufühlen, das gerade eine Notlage oder stressige Situation erlebt oder sich ärgert und nicht sagen: „Ach, das wird schon wieder.“ Das Kind mit seinem Problem wahrzunehmen, zu fragen „Was ist los, was brauchst du?“ oder „Wie kann ich dir helfen?“ und gemeinsam nach einer Lösung suchen, diese nicht vorzugeben, und wenn es die gerade nicht gibt, auch das zu akzeptieren und auszuhalten. Es gibt einfach nicht für alles eine Lösung und das ist auch in Ordnung.
Manchmal reicht es auch aus, Gesellschaft zu leisten, aber auch das zeugt davon, gesehen zu werden. Gemeinsam Worte für Gefühle finden, denn Gefühle und daraus resultierende Bedürfnisse zu benennen, ist gar nicht so einfach. Gefühle erkennen und Bedürfnisse äußern ist auch Teil davon, zu entscheiden: Was möchte ich tun, um ein Bedürfnis zu erfüllen, und was brauche ich dafür? Man braucht dafür die Möglichkeiten zur Partizipation, was uns nun zu einem weiteren großen und aktuellen Thema der Kita Jona führt. Partizipation ist ein Sammelbegriff, welcher die sehr verschiedenen Arten und Formen der Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung und Mitbestimmung vereint.
Inwieweit man diese Möglichkeiten zur Partizipation ausbaut, obliegt einem durch die Einrichtung vorgebebenen Rahmen. Ziel ist es jedoch, die Kinder teilhaben und auch selbst bestimmen lassen, wie sie ihren Tag in der Kita Jona gestalten wollen, und ihnen zu vermitteln, dass sie gesehen und wahrgenommen werden. Ihnen Raum geben, ihre Wünsche und Ideen zu äußern, und diese mit ihnen zusammen umzusetzen.
Das Thema der Partizipation ist niemals gänzlich abgeschlossen. Es ist immer in einer Form der Weiterentwicklung und alle, die sich daran beteiligen, lernen und verändern sich mit; Kinder wie Erwachsene. Es ist nicht nur ein ich und du, sondern immer auch ein wir.
Anna Lisa Kanngießer

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