Menu
Menü
X

20 Jahre Ökumenische Kleiderkammer 2023

"Ich war nackt und ihr habt mich gekleidet“
Liebe Mitarbeitende der ökumenischen Kleiderkammer, liebe Gäste und Unterstützer, liebe Vertreter der Presse,
wie wichtig ist unsere Kleidung! Wieviel macht es aus, wenn wir gut gekleidet sind – „Ihr habt mich gekleidet“ sagt Jesus - da geht es um Schönheit und Würde. In der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn, kleidet der Vater seinen Sohn neu ein, nachdem er völlig verarmt und verwahrlost wieder nach Hause kommt.
Aufrecht und mit einem Lächeln - so stelle ich es mir vor – geht der Sohn an die Festtafel mit neuen Schuhen an den Füßen und einem sauberen Hemd. „Zieht den neuen Menschen an“, schreibt Paulus einmal, als es darum geht, als Christ, als Christin zu leben.
Wir helfen einander dabei, indem wir dafür sorgen, dass Menschen gut gekleidet sind. Mit Würde und Schönheit ausgestattet – so wie Gott uns will. Mit Augen der Schönheit und der Würde einander sehen – das ist es – das Leben als Christin, als Christ.
Ich freue mich, dass wir heute hier zusammen sind und feiern, dass es unsere Kleiderkammer seit 20 Jahren gibt – durch Ihre Mitarbeit!
Lasst uns beten!
Du Gott stattest uns aus mit Schönheit und Würde!
Du schenkst uns die Kraft, dass wir helfen, dass Menschen gut gekleidet sind. Wir danken dir, dass wir heute hier sind und 20 Jahre ökumenische Kleiderkammer feiern!
Hab dank
- für die Menschen, die die Idee hatten und umgesetzt haben
- die jede Woche in der Eisenbahnstraße arbeiten und gearbeitet haben
- Die Bürokratie überwinden und neue Rechtsformen gefunden haben
- Die jede Woche Säcke abholen und wegfahren.
- Hab dank für alle, die in der Kleiderkammer einkaufen.
Wir denken heute an alle, die zum Mitarbeitenden-Stamm gehörten und nicht mehr am Leben sind.
Wir denken heute an die Zeit der Pandemie und danken dir, dass die Arbeit wieder aufgenommen werden konnte.
Hilf, dass dieser Ort des Miteinanders und der Nächstenliebe weiter lebendig bleibt.
Schenke Freude bei der Arbeit und sei da, wenn es Unmut oder Streit gibt.
Schenke uns jetzt eine schöne gemeinsame Zeit.
Das bitten wir in Jesu Namen.

Information der ökumenischen Kleiderkammer

Ab 13.03.2023 ist die Kleiderkammer wieder montags von 16 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
Unsere weiteren Öffnungszeiten sind
mittwochs von 9.30 Uhr bis 12 Uhr und freitags von 15 Uhr bis 17 Uhr.
Wir freuen uns auf unsere Kunden und auch gut erhaltene Kleidungsstücke werden gerne angenommen.

Aus der Ökumene: Quarantäne – ökumenische Gedanken zur Fastenzeit

Den gesamten Artikel von Herrn Eberhard Hildt können Sie im Gemeindebrief 1/2023 Seite 42/43 nachlesen.

Ökumenische Aktion – Wanderfriedenskerze

Am 01. September 2022 um 18:00 Uhr wurde die diesjährige ökumenische Aktion unter dem Motto „Späte Einschläge – Folgen von Krieg für Körper und Seele" mit einem Gottesdienst im Frankfurter Dom eröffnet. Bei den dort präsentierten Kerzen war auch eine aus Heusenstamm dabei, von Heusenstammer Frauen gestaltet.
Zerstörte Gebäude oder Tote erkennt man sofort. Blindgänger und Landminen hingegen liegen in der Erde und bleiben gefährlich. So müssen noch heute in Deutschland Minen und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entfernt werden, um späte Einschläge zu verhindern. Späte Einschläge stellen auch die Traumata von Menschen dar, die sie infolge ihrer Kriegserlebnisse erleiden.
In der diesjährigen Aktion der Wanderfriedenskerze beten wir für Menschen, die unter den „späten Einschlägen“ von Kriegen leiden.
Am 09. Oktober 2022 wurde die Wanderfriedenskerze in den Sonntagsgottesdienst der evangelischen Kirche gebracht.
Herbert Margraf

Aus der Ökumene

Seit Jahren gibt es in Heusenstamm den Ökumenekreis, der sich aus Mitgliedern der Evangelischen Kirche, der Freien Evangelischen Gemeinde (FEG) und der Katholischen Pfarrgruppe zusammensetzt.
Bisher wurden diese Aktivitäten von Herrn Burkhard Helm aus der FEG koordiniert, der nun diese Aufgabe abgeben möchte. Für sein großes Engagement sei ihm an dieser Stelle herzlich gedankt.
Ich wurde gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen, was ich sehr gerne tue. 
Mein Name ist Eberhard Hildt, ich bin 56 Jahre alt, katholisch und lebe mit meiner Familie seit nunmehr ca. 10 Jahren in Heusenstamm.
Warum liegt mir die Ökumene besonders am Herzen?
Da sind zum einen biographische Gründe zu nennen: ich bin in einer konfessionsverschiedenen Familie aufgewachsen und lebe nun in einer konfessionsverschiedenen Familie. Ökumene ist damit Glaubensalltag für mich. Zum anderen denke ich aber auch, dass wir als Christen, unabhängig von unserer Konfession, gerufen und berufen sind, gemeinsam in die Welt einzuwirken.
Konfession-Bekenntnis ist sicher Teil unserer Identität und damit auch Teil von Verschiedenartigkeit, die aber auch bereichernd sein kann. Fordert doch der ökumenische Dialog durchaus von uns auch mal die eigene Position zu reflektieren und auszusprechen und gibt sie uns doch die Gelegenheit, bei dem was uns trennt, das Vielmehr an Verbindendem zu sehen. Dies sollte uns ermutigen in ökumenischer Verbundenheit zu handeln. Die katholische Kirche befindet sich in einem Reformprozess, der Pastorale Weg. Eine Kernfrage dabei ist: „Was brauchen die Menschen? Bekommen die Menschen von der Kirche das was sie brauchen?“ In der Beantwortung dieser Frage sollte nicht die Konfession im Vordergrund stehen, sondern die Frage, wie können wir gemeinsam, in ökumenischer Verbundenheit als Christen, in dieser Welt wirken.
Ökumene sollte dabei mehr sein, als eine „Notgemeinschaft“ kleiner werdender Kirchen, Ökumene als Ausdruck einer versöhnten Verschiedenheit der Konfessionen, als Zeichen einer ernstgenommenen Berufung, als eine Herzensangelegenheit. Ausdruck einer solchen Herzensangelegenheit sind bereits vielfältige ökumenische Aktivitäten in Heusenstamm wie bspw. die ökumenische Kleiderkammer, ökumenische Andachten im Advent oder „unser Klassiker“, der Kirchenlauf.
Was brauchen die Menschen, direkt gefragt: Was erwarten Sie von den Kirchen, was erwarten Sie von dem Ökumenekreis? Welche Projekte sollten wir gemeinsam ökumenisch auf den Weg bringen.
Hierzu sind Sie herzlich eingeladen, ihre Ideen beizutragen und gerne temporär oder längerfristig an Projekten dieses Kreises mitzuarbeiten.
Sie können mich gerne ansprechen oder anschreiben (eberhard.hildt@pei.de), um mir Ihre Ideen und Anregungen mitzuteilen.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Prof. Dr. Eberhard Hildt

top